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Gentechnik - eine riskante Fehlentwicklung
 

Der Naturkost Südbayern e. V.
ist Mitglied im Bündnis Bayern
für gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft.

Eine ganze Reihe von Institutionen aus Umwelt- und Verbraucherschutz sowie die ökologischen Anbauverbände machen sich hier gemeinsam gegen die Gentechnik stark.
 


Foto: ideoform 
 
Was spricht gegen die Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln?
Wir möchten Ihnen hier die Gründe für unsere ablehnende Haltung nennen.
 

Was ist Gentechnik?

Gentechnik ist ein Teilgebiet der Biotechnologie. Sie befasst sich mit der Isolierung, Charakterisierung und Neukombination von Erbmaterial.

Durch Übertragung und Einbau fremden Genmaterials wird das Erbgut von lebenden Organismen verändert. Dabei ist es möglich, die Artengrenzen zu umgehen. Während bei der klassischen Züchtung nur verwandte Arten miteinander gekreuzt werden können, ist es mit gentechnischen Methoden möglich, Gene vom Menschen auf Tiere, von Bakterien auf Pflanzen, von Pflanzen auf Tiere usw. zu übertragen.
Dabei ist nicht steuerbar, in welcher Anzahl und an welcher Stelle im Erbgut der eingebrachte fremde Genabschnitt eingebaut wird. Bei der Veränderung des Erbmaterials spielt deshalb der Zufall eine große Rolle. Zudem ist nicht absehbar, was sich in Wechselwirkung mit natürlichen Organismen ergibt.

 
Gentechnik ist daher eine Risikotechnologie.
Obwohl die Veränderung des Erbguts einen fundamentalen Eingriff in die Steuerprozesse des Lebens darstellt und nicht geklärt ist, wie sich der Verzehr der neu entstandenen Organismen auf die menschliche Gesundheit auswirkt, soll der Gentechnik im wirtschaftlichen Interesse Tür und Tor geöffnet werden. Geschieht das, dann sind alle - Sie, wir, unsere Kinder - Testpersonen.

 
Gentechnische Veränderungen sind nicht rückholbar.
Sind genetisch veränderte Organismen in die Umwelt ausgebracht, dann lassen sie sich nicht einmal mit extrem großem Aufwand aus der Umwelt entfernen. Durch Pollenflug oder durch Insekten verteilt sich das veränderte Genmaterial nahezu ungehindert und kann so die Natur irreversibel verändern. Selbst erkannte Fehler werden unumkehrbar.

 
Gentechnik schadet der Umwelt.
Als wichtiges Argument für gentechnische Veränderungen wird häufig die Reduzierung der Pestizide und damit der Umweltschutz genannt. Dieser Effekt ist nicht eingetreten. Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen führt nicht zu einem Rückgang des Einsatzes umweltschädlicher Pestizide. In den USA, wo Gentechnik in der Landwirtschaft die weiteste Verbreitung gefunden hat, werden auf Gentechnikfeldern mittlerweile deutlich mehr Pestizide eingesetzt als auf konventionellen Äckern.

 
Gentechnik beschneidet die Wahlfreiheit.
Schon bei einem geringen Ausmaß an Genpflanzen-Anbau können Verbraucher nicht mehr frei wählen, was sie essen. Denn Pollenflug und Verunreinigungen im Saatgut erschweren einen gentechnikfreien Anbau gleichartiger Pflanzen ganz erheblich. Derzeit diskutiert die Politik einen Wert von knapp einem Prozent als tolerierbare Verunreinigung. Das ist nicht im Interesse der Gesundheit der Bevölkerung.

 
Gentechnik macht abhängig.
Gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere unterliegen dem Patentrecht. Die Nachzucht ist verboten oder die Pflanzen sind gentechnisch so verändert, daß die Ernte nicht mehr keimen kann. Somit muß das Saatgut immer wieder neu in Lizenz erworben werden.
Das immer neu angeführte Argument, mit Gentechnik ließe sich der Hunger in der dritten Welt bekämpfen, wird damit ins Gegenteil verkehrt. Für Kleinbauern in Entwicklungsländern ist der Anbau von Gentech-Pflanzen gerade nicht geeignet. Das Saatgut ist für sie teuer zu erwerben, erfordert den Einsatz eigens dafür konzipierter Pestizide und es darf nicht weiter vermehrt werden.


Gentechnik bringt einigen Unternehmen wirtschaftliche Vorteile, für Mensch und Umwelt jedoch unkontrollierbare Risiken.
Grundsätzlich möchten wir in Frage stellen, ob Gentechnik einem respektvollen Umgang mit der Natur entspricht.
 

Mit dem Kauf ökologischer Lebensmittel setzen Sie sich unmittelbar für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik ein, denn: Der Einsatz gentechnischer Verfahren widerspricht fundamental den Prinzipien einer ökologischen Anbauweise und ist in der ökologischen Landwirtschaft strikt untersagt.
 

Wenn Sie mehr über Gentechnik erfahren und Ihre Verbraucherrechte wahrnehmen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Webseiten:

www.einkaufsnetz.org
eine Initiative von Greenpeace

www.gentechnik-stoppen.de
mitgetragen von vielen Akteuren aus der Biobranche

www.bund-naturschutz.de
Seite des Bund Naturschutz Bayern mit regelmäßigen lokalen Aktionen

www.umweltinstitut.org
Homepage des Umweltinstituts München mit umfangreichen, wissenschaftlich fundierten Informationen zur Gentechnik

Wenn Sie sich einen Einblick in die Vorgehensweisen der die Gentechnik fördernden Unternehmen verschaffen möchten, empfehlen wir Ihnen den Film "Leben außer Kontrolle" von Bertram Verhaag. Er ist als DVD im Fachhandel erhältlich.

Wenn Sie interessiert, wo in Ihrer Nähe gentechnische Freilandversuche stattfinden, schauen Sie ins Standortregister unter www.standortregister.de

 
 
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