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Bio-Lebensmittel sind teuer
  
So ist es. Bio-Produkte kosten in der Regel mehr als vergleichbare konventionell erzeugte Ware. Das hat mehrere Gründe:
 

Der ökologische Landbau verzichtet auf chemischen ‚Pflanzenschutz' und Mineraldünger. Die Erträge sind dadurch deutlich geringer. Andererseits ist mehr menschliche Arbeit nötig, was höhere Kosten verursacht. Höhere Kosten bringt auch die artgerechte Tierhaltung. Investitionskosten für Stallumbauten schlagen zu Buche, die Tiere brauchen mehr Platz, Bio-Futter kostet mehr Geld, die Erträge an Fleisch oder Milch sind geringer.

Naturkost wird nicht industriell erzeugt. Die Verarbeitung erfolgt vielfach in Handarbeit. Sie ist aufwendiger, zeit- und personalintensiver.
 

Geschmacksverstärker, künstliche Aromen, billige Füllstoffe kommen nicht zum Einsatz. Echte Bio-Rohstoffe
sind teurer. Naturbelassene Zutaten reagieren in der Verarbeitung immer unterschiedlich und erfordern große Erfahrung und Begleitung in der Produktion.


Foto: Demeter

 
Die Absatzmenge von Bio-Produkten ist noch relativ klein. Höhere Mengen würden die Preise sinken lassen. Dies hat über die letzten Jahre bereits spürbar stattgefunden.

 

Doch was bedeutet eigentlich teuer? Teuer im Vergleich wozu?

 
Die Deutschen geben europaweit am wenigsten Geld für Nahrungsmittel aus. Sie sind zwar daran interessiert, dass Tiere artgerecht gehalten und die Umwelt geschont wird, wollen dafür aber nicht bezahlen.

Dies hat zu enormem Rationalisierungsdruck in der Landwirtschaft, der Lebensmittelproduktion und im Handel geführt - und hat den Boden bereitet für die bekannten Lebensmittelskandale: Hormone und Antibiotika im Kalbfleisch, Schweinepest, BSE, Salmonellen in Geflügelfleisch, Glykol im Wein u. a.

Die Folgekosten der billigen Produktion, beispielsweise der Trinkwasseraufbereitung zur Entfernung von Pflanzenschutzmitteln und Nitraten werden dann wiederum den Steuerzahlern, also der Allgemeinheit aufgebürdet. Letztlich sind die so billig gekauften Lebensmittel also doch teurer als gedacht.

 

Bio-Lebensmittel sind normal-preisig. Genauso wie Bio-Landwirtschaft das Normale ist und eben nicht die derzeit übliche Intensivlandwirtschaft, welche unter hohem Chemikalieneinsatz auch noch das Letzte aus Boden und Tieren herauspresst.


Wenn Sie Bio-Lebensmittel mit Nahrungsmitteln vergleichen, die aus industrieller Herstellung oder Intensivlandwirtschaft stammen, dann ist Bio-Ware tatsächlich teuer. Wenn Sie aber beispielsweise einen handwerklich hergestellten Biokäse mit einem vergleichbar aufwendig produzierten Käse aus konventioneller Milch vergleichen, dann wird der Preisunterschied schon geringer. Es kommt also darauf an, was Sie gegenüberstellen.


Unsere Kunden sind keine Leute, die sich finanziell alles leisten können. Sie räumen der Qualität Ihrer Lebensmittel einen hohen Stellenwert ein. Es geht ihnen um die Wertschätzung der eigenen Gesundheit, der ihrer Kinder und der Umwelt. Lebensmittel müssen für sie nicht per se billig sein, sondern zunächst einmal gut.


Der Wunsch nach guten, echten Lebensmitteln, die schmecken und Freude machen, hängt nicht vom Geldbeutel ab. Auch wenn Sie nur einen Teil Ihres Budgets für Naturkost aufwenden, haben Sie sich für mehr Lebensqualität entschieden.

 

   
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